Autor: Nika

If you feel like shit, everyone you hate wins.

Mortal vigilantia

Ich suche lachend nach meinem Humor und versuche unter Tränen zu weinen. Ich bin wunschlos überfordert und glücklich im Unterfluss. Ich bin zur Starrheit gerührt. Und halte mich an dir fest, indem ich loslasse. Immer wieder denke ich, noch ein Geheimnis hält mein Herz nicht aus, aber diese isst mein Herz am liebsten von allen Stimmen, die es erreicht. Ich sterbe mich wach und danke mich frei. Geheimnisse funktionieren manchmal wie Zauber, aber vielleicht ist mein Herz auch bloß betrunken. I’m just talking to myself, Gott sei Dank. The honey whiskey’s kickin’… go down, go down, go down.
Danke. Danke. Danke.

Umarmreisen

Ich habe diese Nacht von einer Umarmung geträumt. Mit einer Person, die ich noch nie umarmt habe und mit der ich seit längerer Zeit kein Wort mehr gewechselt habe. Umarmungen. Die können so viel verändern und ausrichten. Ich war nach der Umarmung ein anderer Mensch. Umarmen ist wie zeitreisen. Man steht danach ganz woanders. Wir sollten uns mehr Umarmen oder?

Habt ihr auch was geträumt?

Psombie

Wenn ich ein Mensch mit toter Psyche wäre, wäre ich dann wohl ein Psombie? Ich will anderen nie auf die Nerven gehen. Aber ein Keks kann auch nichts dafür, dass er krümelt, so sehr er sich auch anstrengt, es nicht zu tun. Und manche Gedanken können nur vom Bass zerstoben werden, wie ein Keks in der Luft. PEW. Psupernova. Negativ zu denken ist nicht immer schlecht. Ich kann so viele Sterne mit einem schwarzen Edding malen, sie fangen erst an zu leuchten, wenn ich die Farben intervertiere. Alles voller Krümelsterne…

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Traumschlag

Heutzutage will man alles von jemandem erfahren, aber niemand will mehr sein Ohr an dein Herz legen. Mein Körpergefühl schwankt zwischen Gelee und Stein hin und her. Hauptsache kalt. Ich brauche niemanden. Und wenn doch, dann taste ich nach meinem Puls und höre mir selbst beim Leben zu. Kalte Herzen schlagen langsam. Es schlägt bis zum Gott erbarmen, Traumschlag um Traumschlag. Ich kann so viel lieben, aber der Hass wütet in mir wie ein Sturm aus der Hölle und dass dahinter die Sonne ist mag sein, aber wärmen tut sie einen nicht durch das Unwetter hindurch. Wir reden in Metonymien und interessieren uns nicht mehr für Herzen. Ich lebe langsam und das Sanktuarium meiner Träume wirst du niemals im Stande sein zu begreifen. Ich brauche dich nicht.

Nika Poulain

Gold glitzerte auf deinem Gesicht, auf dem ein breites, betrunkenes Lachen zu sehen war. Zittriges Licht lag auf dir, als würde sich die Atmosphäre um uns herum erhaben fühlen, dich in sich spüren zu dürfen. Meine Augen trinken deinen Glanz, weil sie ihren eigenen längst eingebüßt haben.

Ich sympathisierte immer mehr mit Dostrojewski, als mit Tolstoi. Und das lag nicht etwa daran, dass er spielsüchtig war und ich mich deswegen auf eine Art und Weise mit ihm verbunden fühlte. Bei Tolstoi sind die Fehler eines Menschen zu groß und statisch angelegt, bei Dostrojewski hingegen verschwimmen sie, weil sie durchsichtig und unauthentisch sind, aber immer noch besser als überzogen und schubladentauglich. Die Fehler der Menschen…

Ich habe mich oft gefragt, wann jemand gut und wann jemand böse ist. Wenn man etwas Verwerfliches tut, ist man dann kein guter Mensch? Gut und böse sind fundamentale Wesenszüge, sie lassen sich nicht an einer einzigen Sache festmachen. Beweggründe repräsentieren nicht dein Wesen. Und trotzdem kann ich nicht anders, als mich für den schlechtesten Menschen unter der Sonne zu halten, weil ich in diesem Moment nichts besseres zu tun habe, als in dein Gesicht zu gucken, während woanders gerade ein Herz stehen bleibt. Ist das nicht verrückt? Ich glaube einfach, dass die Welt diesen eklatanten Unterschied bemerkt und sich an ihm stört. Ich frage die Welt, was ihre Prämissen für den Vorwurf sind, aber sie antwortet mir nicht.

Ich bin irgendwo zwischen Love Never Felt So Good und 18 And Life. Und mein Recht auf ein gescheitertes Leben ist unantastbar. Hast du das gehört Welt? Hast du das gehört…