Was würde auf deinem Demoplakat stehen?

Bei mir ist es jede Woche was anderes… 🙂

Gut fand ich den hier:

Mehr Toleranz für Intoleranz!

Nur weil man mal einen politisch unkorrekten Witz macht, ist man nicht gleich ein schlechter Mensch. Nur weil man mal die Veganer ein bisschen auf die Schippe nimmt, hasst man nicht gleich alle Veganer (vielleicht ist man ja sogar selber einer?) 

Lacht mal mehr über euch selbst!

Lacht überhaupt mal mehr!

Man darf Fleisch mögen und trotzdem ein Tierfreund sein. Man darf sich auch mal widersprechen, man darf eine Meinungen und Prinzipien haben und sie auch mal brechen, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Es geht doch nicht um Kleinigkeiten, es geht um das große Ganze. Was sagt und tut ein Mensch wenn es drauf ankommt? Es wird viel zu schnell geurteilt.

Hört auf die Welt besser machen zu wollen und denkt dann in Schubladen.

Lacht doch bitte einfach mal mehr.☀️

Moonsong

Manche glauben frei zu sein, obwohl sie es nicht sind. Vielleicht fühlte ich mich deshalb so oft in Freiheit gefangen. Ich glaubte sie zu kennen, obwohl ich sie gar nicht richtig gekostet habe. Man kann nicht sagen: ich bin jetzt frei. Das ist etwas, was man irgendwann einfach erlebt, aber nichts wofür man sich entscheiden kann. Es ist mehr als das.

Es gehört in Märchen, Legenden, fremde Planeten. Freiheit ist ein flamboyanter 360° Regenbogen durch den man hindurch springt. Auf Zehenspitzen mit majestätischer Grandeur auf der Mauer balancieren, die du zwischen dich und dem Leben errichtet hast. Am Ende zu sein, sich umdrehen und wieder am Anfang zu stehen. Freiheit ist, wer sein Leben lang unter Theodizee leidet und sich schließlich von der Omnipotenz gewisser Menschen loslöst. Wie unwichtig manche Stimmen plötzlich werden, wenn man das große Ganze erkennt. Ich stehe heute auf dem Mond, betrachte von dort aus die Welt und alles was mir je wehtat, erscheint mir in diesem geradezu arkadischen Universum von Möglichkeiten so unbedeutend, dass ich laut lachen muss. Freiheit ist, wenn einem manche Dinge endlich egal sind. Es ist mir so egal wenn du mich hasst. Ich habe es schon so oft gesagt und ich meine es zum ersten Mal ernst. Frei ist, wer weiß was er will und was er meint, weil es ubiquitär empfunden wird. Ich müsste mein eigenes Lied schreiben, weil keins existiert, dass annähernd das ausdrückt, was ich meine. Ich werde es Moonsong nennen und meiner Mutter vorsingen wenn sie traurig ist. Du bist frei, Mum.

Todesstrafe – ja oder nein?

Ich würde gerne mal eure Meinung in einem Kommentar dazu wissen!

(Ich hatte erst überlegt die Kommentare nicht freizuschalten, weil die Diskussionen zu solchen Themen sich immer so hochschaukeln, aber ich bitte euch jetzt einfach nur darum, dass ihr ein bisschen auf Ton und Wortwahl achtet wenn es zur Diskussion kommt. 🙂 )

Angst vertuschen. Oh a oh…

Sich in schöne Formulierungen unschöner Dinge zu legen macht sie nicht bequemer, aber es ist vielleicht ein bisschen so, als würde man ein Monster mit Mamas Schminke bemalen. Es sieht anders aus. Und manchmal… da ist die Angst dann sogar weg.
Das Monster heute Abend bekommt roten Chanel-Lippenstift und Veilchenblauen Lidschatten. Außerdem male ich ihm noch ein paar schwarze Punkte unter die Augen. Dazu summe ich mit Kofpstimme video killed the radio star… video killed the radio star von the Buggles. Es sieht jetzt ein bisschen aus, wie eine Mischung als einer la Catrina, Twiggy und Alexander DeLarge. Wenn ich es mir recht überlege, dann hätte keine schöne oder hässliche Formulierung meine Gefühle besser zum Ausdruck bringen können, als der Ausdruck in den Augen dieses Monsters heute Abend. What did you say? Oh a oh…

Quietschvergnügt

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Sie ist für einen Monat beruflich in der Stadt. Moderatorin. Daneben betreibt sie den gleichen Sport wie ich. Powergirl durch und durch, wahrscheinlich hat sie mehr Adrenalinkicks angesammelt, als ich es je werde. Tatsächlich ist sie das burschikoseste Mädchen was ich kenne, ohne dass sie dabei an viel Weiblichkeit verliert, weil sie in jeder Lebenslage und Situation eine feminine Schönheit ist. Entweder ist sie sich dessen ganz genau bewusst, oder es ist ihr schlichtweg egal wie sie aussieht und was andere Leute von ihr denken könnten.
Ihre Haare sind blond und fallen immer schön. Ihre Augen sind groß, meistens vor Begeisterung für alles noch größer, und ihre Brauen tanzen zu ihren Worten wie zu einer Melodie, die zwischen unglaublich weißen, geraden Zähnen hervortritt. Ihr Kinn ist spitz, wie ihre Nase und sie trägt Capes genauso oft wie Blazer, manchmal sogar zusammen.
Sie Beatboxt in der Fußgängerzone, bevor ein unangenehmes Schweigen aufkommt. Und das übrigens ziemlich gut. Sie singt, einfach so, auch wenn wir im Café sitzen. Sie singt sogar dann weiter, wenn ich sage, dass es sich anhört wie die quietschenden Gummihühner für Hunde.
Nur einmal wird sie verlegen. Als ich sie frage, ob sie sich etwa geschminkt hätte, entdecke ich einen leichten Rotschimmer auf ihren Wangen. Obwohl sie verlegen ist, fängt sie nicht an zu singen, das Thema zu wechseln, oder mir Grimassen zu schneiden. Sie deutet ein Schulterzucken an, fixiert irgendeinen Punkt auf dem Tisch zwischen uns und nuschelt betont nebensächlich ein bisschen vielleicht.

Obwohl es eine Art Date ist, möchte sie bezahlen, um jeden Preis. Es entsteht eine laute Diskussion. Die Umstehenden beäugen uns kritisch, weil wir uns deswegen fast zerfleischen. Der Kellner lugt vorsichtig über seinen Notizblock und wirft uns abwechselnd einen nervösen Blick zu. Wir bewerfen ihn schließlich beide mit Geld und zerren uns gegenseitig aus dem Laden. Dann lachen wir noch lauter und quietschender als alle Hundespielzeuge auf der Welt zusammen, recken unser Gesicht der Sonne zu und sie nutzt den Moment, um mich doch nochmal wegen der Geldsache zu rügen, indem sie mir klatschend auf den Hintern haut.